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Persönlicher Polterabend

Der Polterabend oder Scherben bringen Glück

Der Polterabend ist der Abend vor der Hochzeit und ist eine unkomplizierte Feier für Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen.
Also keine pompöse Angelegenheit mit oberflächlicher Konversation, Häppchen und Champagner im Stehen, dezenter Musik im Hintergrund und allen den Dingen, die ein nettes Beisammensein zu einer langweiligen Sache werden lassen.

Ein Polterabend, das sind Mettbrötchen, Gulaschsuppe, Bier und Korn, fröhliche, möglichst laute Musik und viel Spaß.
Traditionell werden am Polterabend Porzellan und Keramik kaputt geworfen (kein Glas), denn Scherben bringen ja bekanntlich Glück und der Bräutigam soll beweisen, dass er auch mit Besen und Kehrschaufel umgehen kann.
So war es auch bei uns. Nachbarn, Kollegen und Freunde hatten sich alle Mühe gegeben und eine Menge ihres nicht mehr so ansehnliches Porzellan vor unserer Haustür zertrümmert und mein Mann bekam einen Besen in die Hand gedrückt.

Unter den Gästen war allerdings ein etwas hinterhältiger Zeitgenosse (wir wissen bis heute nicht wer es war), der den Stiel des schönen neuen Besens nach dem Vorbild von Max und Moritz auf der Hälfte angesägt hatte.
Es kam wie es kommen musste (sollte), der Besenstiel knackte und brach. Mein Ehemann in spe durfte in gebückter Haltung weiterfegen bis sein Rücken knackte. Ein Ersatzbesen war leider nicht zur Hand, aber meine Schwiegermutter hatte zum Glück ein Wärmepflaster für den schmerzenden Rücken.
Damit nicht genug. Wir hatten nicht damit gerechnet, das SO viele Menschen zu unserem Polterabend kommen würden und keinen Container für die Scherben geordert, sondern lediglich Müllsäcke bereit gestellt.
Es gibt Menschen die haben tolle Ideen, zum Beispiel die Böden der Müllsäcke fein säuberlich einzuritzen und sie dann ordentlich vor dem Bräutigam aufzureihen. Er musste jetzt nur noch die Scherben hinein befördern und die Säcke auf den bereitgestellten Hänger wuchten.
Irgendwann hatte mein armer geplagter Mann tatsächlich die letzten Scherben zusammengefegt und wollte die Müllsäcke auf den Hänger stemmen. Natürlich gaben die präparierten Müllsäcke nach und die Scherben fielen unter lautem Getöse und unter dem noch lauteren Gelächter der Gäste wieder auf die Straße und mein Verlobter durfte erneut zum (kurzen) Besen greifen.

Wir denken noch heute gerne an unseren Polterabend zurück, vielleicht weil uns die Scherben wirklich Glück gebracht haben, denn unser Polterabend war vor 30 Jahren.

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